BrustkrebswissenFrüherkennung & Diagnose

Prämenopause

Patientinnen vor den Wechseljahren mit hormonrezeptorpositiven Tumoren erhalten Tamoxifen für fünf Jahre. Tamoxifen befindet sich seit mehr als 30 Jahren im Handel und wird immer noch als der „Goldstandard“ der antihormonellen Therapie bezeichnet. Es blockiert die Hormonrezeptoren an den Zellen. Die im Körper (von den Eierstöcken) gebildeten Östrogene können daher nicht an die Zellen andocken und sie zum Wachstum anregen. Tamoxifen wird in Tablettenform dargereicht.

Alternativ dazu kann die antihormonelle Therapie bei prämenopausalen Patientinnen mit einem so genannten GnRH-Analoga (GnRH = Gonadotropin Releasing Hormon) für 2 bis 3 Jahre durchgeführt werden. Dieses Freisetzungs-Hormon stoppt die Hormonproduktion der Eierstöcke. GnRH-Analoga werden als Depot-Medikament entweder einmal monatlich oder nur dreimal monatlich unter die Bauchdecke gespritzt.

Bei jüngeren Frauen mit erhöhtem Rückfallrisiko werden oft auch Tamoxifen und GnRH-Analoga miteinander kombiniert.

Erfahren Sie mehr über die Nebenwirkungen der antihormonellen Therapie.

Prämenopausale Frauen, die ihren Kinderwunsch bereits abgeschlossen haben, sollten auch eine operative Entfernung der Eierstöcke in Betracht ziehen. Diese wird minimalinvasiv durch eine Bauchspiegelung (=Laparoskopie) durchgeführt. Ein Bauchschnitt ist nicht nötig. Dadurch kann unter Umständen die jahrelange medikamentöse Antihormon-Therapie überflüssig werden. Empfohlen wird die operative Entfernung der Eierstöcke bei Frauen mit erblich bedingtem Brustkrebs. Denn sie haben nicht nur ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, sondern auch an Eierstockkrebs.