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Ernährung bei Krebs

„Kalorien zählen“ kann helfen ...

Während einer Chemotherapie und/oder Strahlentherapie ist der Körper starken Belastungen ausgesetzt und hat somit einen erhöhten täglichen Kalorienbedarf. Sie sollten Ihre Nahrung gut verträglich und gerne etwas gehaltvoller gestalten, jedoch ohne schwerverdauliche Kost, um das Verdauungssystem nicht zusätzlich zu belasten.

Patientinnen, die eine antihormonelle Therapie erhalten, sollten hingegen versuchen, ihr Körpergewicht auf Normalgewicht zu halten bzw. dies zu erreichen. Starkes Übergewicht nach den Wechseljahren kann ein deutlich höheres Risiko für ein Rezidiv bedingen.

Von einer Radikaldiät ist jedoch unbedingt abzuraten, diese schwächt den Körper zusätzlich, und kann bei einseitiger Ernährung die bedarfsdeckende Versorgung mit Energie und Nährstoffen nicht gewährleisten. Viel besser ist eine konsequente, durchdachte Ernährungsumstellung oder -anpassung, bei der Sie schrittweise langsam, aber konstant abnehmen und das erreichte Gewicht auch längerfristig halten können. 

Auch die Ernährung sollte sich individuell an den Erfordernissen der jeweiligen Patientin orientieren. Um herauszufinden, welche Nahrungsmittel Ihnen gut bekommen und welche eher nicht, kann Ihnen die Beratung durch einen qualifizierten Ernährungsberater helfen. Diese wird häufig von der Krankenkasse zu einem großen Teil erstattet. Erkundigen Sie sich nach den Bedingungen und Formalitäten.

Bewusstes Essen zur Erholung und Prävention

Nach einer überstandenen Brustkrebserkrankung sollten Sie auf eine ausgewogene, gesunde, abwechslungsreiche und schmackhafte Ernährung achten, so dass sich Ihr Körper weiterhin gut erholen kann. Vor allem steht die Gewichtskontrolle im Vordergrund. Es gibt Hinweise, dass eine fettreduzierte Kost nach einer Brustkrebserkrankung vorteilhaft sein könnte. Unterstützend kann sich ein möglichst geringer Alkoholkonsum und mediterrane Kost mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten verringernd auf das Rückfallrisiko auswirken.

Der World Cancer Research Fund (WCRF) empfiehlt in seinem aktuellen Bericht:
„Krebsbetroffene sollten von ausgebildeten Ernährungsfachkräften betreut werden. Wenn möglich und angebracht (und wenn es keine andersartigen Empfehlungen gibt), treffen die Empfehlungen für Ernährung, gesundes Körpergewicht und körperliche Aktivität in dieser Zusammenfassung auch für Krebsbetroffene zu, es sei denn, es hat eine anderweitige Beratung durch eine qualifizierte Fachkraft stattgefunden... In keinem Fall ist die Datenlage eindeutig genug, um verbindliche Aussagen oder Empfehlungen für Krebsbetroffene zu machen.“

Zusammenfassung der gesamten englischsprachigen Berichts zu Ernährung, körperlicher Aktivität und Krebsprävention

Die Bilanz ist wichtig

Bei der Aufklärung der Zusammenhänge zwischen Krebs und Ernährung hat sich in den letzten Jahren vor allem eines als wichtig heraus gestellt: Die Energiebilanz ist wichtig. Nicht nur was man isst, ist entscheidend, sondern auch wie viel und was man täglich von der zugeführten Energie wieder verbraucht.

In diesem Zusammenhang spielt auch der tägliche Sport und Bewegung eine entscheidende Rolle.

Beratung und weitere Informationen

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

www.dge.de

Anschriften qualifizierter Ernährungsberater nach Postleitzahlen sortiert

Deutsche Krebshilfe

www.krebshilfe.de

Broschüre „Ernährung bei Krebs“

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